regionale Superfoods

„Superfoods“ aus unserer Region

Regionale Superfoods

In den letzten Jahren sind sogenannte Superfoods in aller Munde. Gefühlt jedes zweite Müsli, Brötchen, Desserts, Gerichte usw. werden aufgewertet mit Lebensmittel wie Chiasamen, Quinoa, Acai, Acerola oder Goji. Jeder Supermarkt und Discounter hat sie im Regal stehen. Und alle werben mit diesen Exoten aus fernen Ländern. Manchmal hat man das Gefühl das diese Lebensmittel magische Kräfte haben müssen und allen anderen Lebensmittel um Welten vorraus sein müssten was den Einfluss auf unsere Gesundheit betrifft. Schließlich wachsen sie in tiefen asiatischen Wäldern, hinterm Himalaya oder im tiefsten Dschungel am Amazonas. Aber sind diese tollen Lebensmittel wirklich allem regionalen überlegen? Und müssen wir wirklich immer so viel Geld ausgeben für Superfoods, damit wir wie die Völker XY 250 Jahre alt werden können?

Definition: „Superfood“

Erstmal müssen wir definieren, was ein Lebensmittel dafür bieten und erreichen muss, damit es in die Liga der Superfoods schaffen kann… Mmmmh sorry, aber daran werde ich schon scheitern. Denn rein wissenschaftlich gibt es bisher leider keine Definition für Superfoods. In manchen Wörterbüchern wird das Wort mit “besonders nährstoffreich“ oder „mit positiven Auswirkungen auf unsere Gesundheit“ beschrieben.

Aber um es kurz zu machen, es ist fast ausschließlich ein reiner Marketingbegriff um den Verkauf zu steigern für Menschen die sich gesundheitsbewusst ernähren bzw. ernähren möchten. In meinem Artikel soll es aber nicht darum gehen die exotischen Lebensmittel die als Superfood deklariert werden schlecht zu reden. Im Gegenteil, das sind alles mit Sicherheit super Lebensmittel und haben mehr oder weniger signifikant positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Und auch ich persönlich greife durchaus ab und an auf die oben genannten Lebensmittel wie Chiasamen, Quinoa etc. zurück.

Der Unterschied ist, dass es mindestens genauso gesunde und nährstoffreiche Lebensmittel vor unserer Haustür gibt. Und im Vergleich nur ein Bruchteil kosten. Und abgesehen davon auch nachhaltiger für unsere Umwelt sind (Transport, Herstellung etc.)

Wahre Superfoods aus der Region

Brokkoli – Der Krebsbekämpfer

Brokkoli

Dass der Brokkoli eine wahre Vitaminbombe ist dürfte dir bekannt sein. Vor allem Vitamin C und Vitamin E sind mehr als genügend vorhanden. Er steckt aber auch voller Mineralstoffe und Spurenelemente wie z.B Selen. Was den Brokkoli aber noch viel wertvoller macht sind die sogenannten Glucosinolaten. Diese Glucosinolaten haben eine erhebliche Schutzwirkung (chemoprotektiv) gegen verschiedene Krebsarten. Schon 15g Brokkoli täglich haben eine postitive Auswirkung auf das Risiko von Krebsarten. Brokkoli enthält außerdem Flavonoide, darunter Quercetin und Kaempferol. Diese Antioxdantien können vor gewissen Tumoren schützen (1,2).

 

Sauerkraut – Schützt vor Wurmbefall

Sauerkraut

Ja es war nicht alles falsch was bei Oma mittags auf dem Esstisch landete. Denn die typisch deutsche Hausmannskost kann so einiges! Es ist kein Zufall das Sauerkraut schon seit dem 17. Jahrhundert auch in der Medizin zum Einsatz kam. Gegen Wurmbefall, Gicht oder Verstopfung wurde erfolgreich Weißkraut dem Patienten verabreicht (3).

Einer der Gründe warum uns das gute, alte Sauerkraut gesund hält sind seine Bakterien. Und was im ersten Moment vielleicht „unappetitlich“ klingen mag, stellt sich als absolute Geheimwaffe heraus. Vor allem die Milchsäurebakterien Arten Leuconostoc mesenteroides, Lactobacillus brevis, Pediococcus pentosaceus und Lactobacillus plantarum sind unsere kleinen Freunde die unsere Magen-Darm-Flora funktionsfähig und fit hält. Sie schützen uns vor Pathogenen, aktivieren unser Immunsystem und helfen uns bei der Verwertung von Nahrung (4,5)

Und es geht noch weiter. Die Bakterien können uns nicht nur beim Wunsch Gewicht zu verlieren helfen, indem sie Fettzellen verkleinern (6,7,8), Nein sie wirken auch Entzündungshemmend und bilden selbst verschiedene Antibiotika. Die uns unter anderem vor E.coli Bakterien, Salmonellen oder Listeriose schützen (9,10,11). Alles Dinge die glaube ich keiner von uns haben möchte… Ach genau, bevor ich es vergesse, so ganz nebenbei liefert uns Sauerkraut natürlich jede Menge Vitamine und Mineralstoffe.

Mandeln – Die „Supernuss“

Mandeln

Obwohl Mandeln nicht wirklich regional sind, steht sie bei mir weit oben auf der Liste meiner Superfoods. Erstens werden sie in Europa angebaut und kosten zudem nur ein Bruchteil im Vergleich zu tropischen Superfoods.

Die Mandel ist ein echter Allrounder wenn es um Vorteile für unsere Gesundheit geht. Allein durch Ihre Zusammensetzung der Makronährstoffe, gibt sie uns alles was wir brauchen. Sie hat nämlich einen satten Eiweißgehalt von 20% und eine große Menge an ungesättigten Fettsäuren. Das unliebsame LDL-Cholesterin wird dadurch nicht nur verringert, sondern erhöht auch das gesunde HDL-Cholesterin (12,13,14).

Die Mandel steckt zudem voller Antioxidantien, die freie Radikale in unserem Körper bekämpfen. Darunter sind unter anderem Flavonide und noch weitere sekundäre Pflanzenstoffe die nachweislich bei regelmäßigem Konsum die Gefahr vor Erkrankungen wie Arteriosklerose, Koronare Herzkrankheiten, aber auch Parkinson, Alzheimer oder Krebs senken können (15).

Auch weiter Stoffe die in der Mandel stecken wie Triterpenoide, Quercetin, Kaempferol und Betulinsäure sollen uns vor Krebs schützen und haben Tumorhemmende Eigenschaften (16,17) Also wenn das die Mandel nicht „super“ macht, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Übrigens liefert uns die Mandel ebenfalls viele weitere Vitamine und Mineralien.

Rote Bete – Ein Booster der Natur

rote Beete

Ja die Rübe hat es wirklich in sich. Die rote Knolle liefert uns wertvolle Inhaltsstoffe. Neben reichlich Vitamin C, Eisen, Kalium, Phosphor, Kalzium, Schwefel, Magnesium, Jod, Beta-Carotin, Aminosäuren, Folsäure und Betain.

Betain ist ein Farbstoff der nicht nur für die tolle Farbe bei der Bete sorgt, sondern auch nachweislich das Risiko auf Herzkrankheiten senken kann. Und somit eine potenzielle Bedeutung für unsere Herzgesundheit haben kann (18).

Eine interessante Studie belegt, dass bei täglichem Konsum der roten Bete eine Verbesserung der aeroben Ausdauerfähigkeit stattfindet, so wie eine signifikante Senkung des systolischen Blutdrucks (19,20). In dieser Studie waren die Teilnehmer allesamt Herzinsuffizienz-Patienten.

Es gibt viele Anzeichen dafür, dass der Verzehr von roter Bete bei gesunden Sportlern zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit und Verzögerung der Müdigkeitserscheinungen beitragen kann. Es kann also auch als dauerhafte Ergänzung in der Ernährung positive Effekte haben. Sowohl für Sportler und auch für Nicht-Sportler.

Blaubeeren/Heidelbeeren – Das Anti-Aging Mittel der Natur

Blaubeeren oder Heidelbeeren

Die Blaubeere ist nicht nur köstlich und verfeinert schmackhaft jedes Müsli und Dessert. Nein, die Beere hat noch einiges mehr auf dem Kasten. Nicht umsonst ist sie als Anti-Aging-Mittel sehr beliebt. Das liegt unter anderem an den sekundären Pflanzenstoffen. Diese Antioxidantien vertreiben in unserem Körper freie Radikale, die unsere Zellen im Körper schädigen. Daneben enthalten Blaubeeren jede Menge Vitamin C, E, K, sowie B-Vitamine, Magnesium und Eisen. Sie boosten somit unser Immunsystem und schützen uns vor Infektionen jeglicher Art. Außerdem kann sie uns durch den sekundären Pflanzenstoff Anthocyan bei der Krebsprävention helfen und vor frühen Falten schützen.

Die Flavonide, genauer gesagt die Polyphenole in der Heidelbeere haben eine positive Wirkung auf unsere Blutgefäße. Schon 240g Heidelbeeren am Tag haben einen  optimalen Effekt auf den Entspannungs- und Elastizitätsgrad der Blutgefäße und damit auch auf die Herzgesundheit (21)

Und wäre das nicht schon genug, ist die Blaubeere dank dem Ballaststoff Petkin ein wahrer Freund unseres Magen-Darm-Traktes. Die enthaltenen Gerbstoffe wirken mild gegen Durchfall. Es gibt noch weitere positive Effekte, welche der Blaubeere nachgesagt werden, die bisher aber noch nicht wissenschaftlich bewiesen wurden.

Thorstens Meinung

Garten

Ich könnte noch ewig so weitermachen. Denn wenn wir regionale Superfoods finden möchten, müssen wir nur in den Obst und Gemüsegarten gehen. Äpfel, Sauerkirschen, alle Kohlarten, Spinat, Leinsamen und und und… Sind alle auf ihre eigene Art und Weise „super“ für unsere Gesundheit. Sie liefern uns alle wichtigen Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe. Wie schon oben erwähnt geht es mir nicht darum unsere exotischen Freunde schlecht zu reden. Weil sie nicht zu Unrecht als Vorteilhaft für die Gesundheit gelten und wirkliche Nährstoffbomben sind. Mir persönlich geht es darum, sich bewusst zu machen das unsere eigenen Superfoods, direkt vor unserer Nase sind und mindestens die gleichen positiven Effekte auf unsere Gesundheit haben. Man sollte sich nur bewusst machen, dass hinter den selbsternannten Superfoods nicht nur lange Reisestrapazen stecken, sondern auch um sie für Ihren langen Weg haltbar und frisch zu machen, bestimmte Bearbeitungsprozesse  vorangehen. Bei denen wir selten einen Einblick haben was genau und wie gemacht wurde. Bewusstsein für eine dauerhafte und nachhaltige Gesundheit bedeutet meiner Meinung nach auch die Umwelt, das Umfeld und die Herstellungs,- und Produktionsfaktoren zu beachten.

Wie du deine Gesundheit positiv durch verschiedenste Lebensmittel beeinflussen kannst und dabei auch Nachhaltigkeit nicht außeracht lässt, bringen wir dir sehr gerne in unseren Beratungen und unserer Betreuung ein großes Stück näher.

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  1. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1541-4337.2008.00065.x/full
  2. http://link.springer.com/article/10.1007/s11101-008-9106-4#/page-1
  3. https://www.bmlfuw.gv.at/land/lebensmittel/trad-lebensmittel/speisen/sauerkraut.html
  4. http://aem.asm.org/content/73/23/7697.full.pdf+html
  5. http://www.cell.com/cell-metabolism/abstract/S1550-4131(11)00419-0?_returnURL=http%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS1550413111004190%3Fshowall%3Dtrue
  6. http://www.researchgate.net/publication/44683550_
  7. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1601-0825.2006.01291.x/epdf?r3_referer=wol&tracking_action=preview_click&show_checkout=1&purchase_referrer=scholar.google.de&purchase_site_license=LICENSE_DENIED_
  8. http://www.pnas.org/content/106/7/2371.abstract
  9. http://www.ajol.info/index.php/ajb/article/view/14770
  10. http://link.springer.com/article/10.1007/s12602-010-9050-7#page-2
  11. http://aem.asm.org/content/57/12/3450.full.pdf+html
  12. https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=Uu4nzKx74noC&oi=fnd&pg=PP1&dq=almond+nut+health&ots=H8f5NQFFM3&sig=q2oT6ZgTSZabikrxXMdfJ8acI4M#v=onepage&q=almond&f=false
  13. http://ajcn.nutrition.org/content/59/5/995.short
  14. http://circ.ahajournals.org/content/106/11/1327.short
  15. http://www.cell.com/cell-metabolism/abstract/S1550-4131(11)00419-0?_returnURL=http%3A%2F%2Flinkinghub.elsevier.com%2Fretrieve%2Fpii%2FS1550413111004190%3Fshowall%3Dtrue
  16. https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=Uu4nzKx74noC&oi=fnd&pg=PP1&dq=almond+nut+health&ots=H8f5NQFFM3&sig=q2oT6ZgTSZabikrxXMdfJ8acI4M#v=onepage&q=almond&f=false
  17. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19745720
  18. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25764393
  19. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26874390
  20. https://www.physiology.org/doi/abs/10.1152/ajpregu.00099.2015
  21. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24004888

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